IP-Schutzklassen

IP-Schutzarten - Bedeutung und Übersicht

Bei uns finden Sie umfassende Informationen zu IP-Schutzklassen und deren Bedeutung für die Sicherheit von Leuchten. Erfahren Sie, welche Schutzarten für Bad, Feuchtraum oder Außenbereich geeignet sind und wie Sie mit der richtigen LED-Beleuchtung optimalen Komfort, Langlebigkeit und Schutz vor Wasser und Staub kombinieren können.

Tipp: Aussenleuchten

Leuchten nach IP-Schutzarten

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Innenleuchten IP20

Innenleuchten IP44

Außenleuchten IP44

Bedeutung der IP-Schutzarten

PHOTONI

DOWNUNDER

Außenleuchten sind speziell für den Einsatz im Freien konzipiert und funktionieren zuverlässig bei wechselnden Witterungsbedingungen. Dank geschützter Gehäuse sind sie gegen Wasser und äußere Einflüsse abgesichert.

Die IP-Schutzart gibt an, wie gut eine Leuchte vor Staub, Fremdkörpern und Feuchtigkeit geschützt ist.

Tabelle mit IP-Schutzarten

Die IP-Schutzart wird durch zwei Ziffern angegeben. Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Berührung und das Eindringen von Fremdkörpern, die zweite Ziffer für den Schutz gegen Wasser und Feuchtigkeit. Je höher die Zahl, desto sicherer die Leuchte gegen äußere Einflüsse. Typische Werte bei Lampen reichen von IP20 bis IP68.

IP-Code Schutz vor Fremdkörpern Schutz vor Wasser Bedeutung
IP00 kein Schutz kein Schutz kein Schutz gegen Staub oder Wasser
IP10 ≥ 50 mm (z. B. große Flächen/Handrücken) kein Wasserschutz Schutz nur gegen große Objekte
IP20 ≥ 12,5 mm (z. B. Finger) kein Wasserschutz Wohnräume, trockene Innenbereiche
IP30 ≥ 2,5 mm (z. B. Werkzeuge) kein Wasserschutz leichte Fremdkörper‑Abwehr
IP40 ≥ 1 mm (Drähte, kleine Werkzeuge) kein Wasserschutz Grundlegender Staub-/Berührungsschutz
IP44 ≥ 1 mm Spritzwasser Bad & Küche (außer Dusche), überdachter Außenbereich
IP54 staubgeschützt Spritzwasser Werkstatt, Garage, Außeneinsatz geschützt
IP65 staubdicht Strahlwasser Garten & Terrasse, wetterfest
IP67 staubdicht zeitweiliges Untertauchen Teichrand, Poolbereich, schwere Außeneinsätze
IP68 staubdicht dauerhaftes Untertauchen dauerhafter Wasserschutz nach Herstellervorgabe
IP69K staubdicht Hochdruck/Heißwasser Hochdruckreinigung / Industrieumfeld

Welche Schutzart ist wasserdicht?

IP44 schützt nur gegen Spritzwasser und ist nicht wasserdicht. Für Untertauchen oder dauerhaft nasse Bereiche sind IP67 oder IP68 erforderlich. So wissen Sie genau, welche Leuchte für Bad oder Außenbereich geeignet ist.

Was bedeutet spritzwassergeschützt?

Spritzwassergeschützte Leuchten mit IPX4 sind gegen leichten Regen geschützt. Für stärkere Regenschauer oder Strahlwasser sollte die Leuchte mindestens die Schutzart IPX5 besitzen.

Die gängisten IP-Schutzarten

Bedeutung IP44

Leuchten mit Schutz gegen Fremdkörper >1 mm und allseitigem Spritzwasser sind regenresistent und verhindern das Eindringen von Insekten. 

Sie eignen sich besonders für die Hauswand und je nach Montageort auch für Feuchträume.

Bedeutung IP54

Leuchten mit Spritzwasser- und Staubschutz sind ideal für Innenräume wie Werkstatt, Garage oder Hobbykeller. 

Für den Außeneinsatz im Garten eignen sie sich nur, wenn sie vor Wasseransammlungen geschützt aufgestellt werden.

Bedeutung IP65

Leuchten mit staubdichtem Gehäuse und Strahlwasserschutz sind robust genug, um auch starkem Regen standzuhalten. Für Bereiche, in denen die Leuchte zeitweise mit Wasser in Berührung kommen oder untertauchen könnte, ist mindestens die Schutzart IP67 erforderlich.

IP-Schutzarten im Bad

Im Badezimmer ist mit ständiger Feuchtigkeit und Spritzwasser zu rechnen. Daher schreibt die DIN VDE 0100-701:2008-10 je nach Einbauort den Einsatz von Leuchten mit mindestens IP44, IP65 oder IP67 vor.

Für die Planung wird das Bad grundsätzlich in die drei Schutzbereiche unterteilt:

IP44 IP65 IP67
Leuchten müssen spritzwassergeschützt sein, wenn sie bis zu 60 cm um Badewanne oder Dusche installiert werden oder sich in einer Höhe bis 2,25 m befinden. Leuchten sollten strahlwassergeschützt sein, wenn sie bis zu 2,25 m Höhe in der Nähe von Duschbrause oder Bade-/Duschwanne angebracht werden. Der Betrieb ist nur mit Schutzkleinspannung bis 12 V zulässig. Leuchten müssen wasserdicht bei zeitweiligem Untertauchen sein, wenn sie im Bereich von Badewanne oder Dusche installiert werden. Auch hier ist der Betrieb nur mit Schutzkleinspannung bis 12 V erlaubt.

Die Stromquelle und der Trafo von 12‑Volt-Systemen müssen außerhalb der drei Schutzbereiche installiert werden.

IP-Schutzarten in der Küche

Für die Küche sind Leuchten mit der Schutzart IP20 in der Regel völlig ausreichend. Eine Ausnahme bilden zum Beispiel Unterschrankleuchten in der Nähe der Spüle – hier ist IP44 empfehlenswert. In gewerblichen Küchen können jedoch andere Schutzarten erforderlich sein.

IP-Schutzarten im Keller und in Garagen

In Kellern und Garagen kann eine hohe Luftfeuchtigkeit auftreten, die in Leuchten eindringen und Schäden verursachen kann. Für diese Bereiche sind daher Leuchten mit der Schutzart IP44 besonders geeignet.

Feuchtraumlampen

Garagenlampen

IP-Schutzarten im Garten mit einem Teich

Im Außenbereich wirken unterschiedliche Witterungsbedingungen. Die passende IP-Schutzart hängt vom Montageort ab. Geschützte Bereiche wie überdachte Außenwandleuchten können z. B. mit IP23 auskommen. Im Zweifel empfehlen wir die Beratung durch unsere Fachkräfte und die Installation durch einen Elektriker.

Wandlampen

An diesem Standort ist es sehr wahrscheinlich, dass die Leuchte regelmäßig Regen ausgesetzt wird. Um zuverlässig vor eindringendem Wasser geschützt zu sein und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, sollten hier unbedingt spritzwassergeschützte Leuchten mit der Schutzart IP44 eingesetzt werden. 

Sie bieten sicheren Schutz gegen allseitiges Spritzwasser und eignen sich ideal für den Außenbereich.

Wegelampen

Freistehende Wegeleuchten sind dauerhaft den Witterungseinflüssen ausgesetzt, einschließlich starkem Regen. Um zuverlässig vor Strahlwasser geschützt zu sein, ist mindestens die Schutzart IP65 erforderlich. 

Befindet sich der Aufstellungsort jedoch in einer Senke oder an Stellen, an denen die Leuchte zeitweise unter Wasser stehen könnte, sind Leuchten mit höherer Schutzart nötig, um Schäden und Funktionsausfälle zu vermeiden.

Bodenlampen

In der Nähe von Teichen oder im Erdreich eingebaut sollten Leuchten mindestens die Schutzart IP67 besitzen, um zeitweiligem Untertauchen standzuhalten. Das gilt insbesondere für Bodeneinbauleuchten, die bei starkem Regen oder Überschwemmungen kurzzeitig unter Wasser stehen können. Diese Leuchten sind nur bis zu einer vom Hersteller angegebenen Maximaltiefe wasserdicht. Zusätzlich ist häufig eine Drainage notwendig.

Lassen Sie jede Leuchtenmontage von einem qualifizierten Elektriker durchführen. So wird sichergestellt, dass die richtige Schutzart für den jeweiligen Einsatzbereich eingehalten wird und die Beleuchtung fachgerecht installiert wird.

LED-Stripes IP20

Für trockene Innenbereiche reicht bei LED-Stripes in der Regel die Schutzart IP20 aus. Im Badezimmer hängt die erforderliche Schutzart vom jeweiligen Schutzbereich ab, in dem der LED-Stripe installiert wird. 

Im Außenbereich kann je nach Montageort ein Schutz bis IP67 oder IP68 notwendig sein.

Pool Lampen

Poolleuchten müssen besondere Anforderungen erfüllen, da sie dauerhaft unter Wasser betrieben werden. Deshalb ist für Leuchten im Pool immer mindestens die Schutzart IP68 erforderlich, um vollständige Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Außerdem ist stets die vom Hersteller angegebene maximale Eintauchtiefe zu beachten.

LED-Stripes IP44

LED-Streifen für Außenbereiche sind speziell gegen Feuchtigkeit geschützt. Je nach Montageort sollten sie mindestens die Schutzart IP65 besitzen, um Regen, Spritzwasser und Staub zuverlässig abzuwehren. Für Bereiche, in denen die Streifen zeitweise unter Wasser stehen könnten, sind Varianten mit IP67 oder IP68 notwendig.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den IP Schutzklassen

Welche IP-Schutzart ist wasserdicht?

Als „wasserdicht“ gelten Leuchten mit IP67 oder höher. IP67 erlaubt zeitweiliges Untertauchen, IP68 schützt dauerhaft unter Wasser.

Was bedeutet spritzwassergeschützt?

Spritzwassergeschützt entspricht der Schutzart IP44. Die Leuchte ist gegen allseitiges Spritzwasser, z. B. Regen, und feste Fremdkörper >1 mm geschützt.

Für was steht IP bei Schutzarten?

IP steht für „International Protection“ und beschreibt den Schutzgrad gegen Fremdkörper und Feuchtigkeit.

Was bedeutet die erste Ziffer bei IP-Schutzarten?

Die erste Ziffer gibt den Schutz gegen Fremdkörper und Staub an.

Was ist besser – IP44 oder IP65?

IP65 bietet besseren Schutz: staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. IP44 schützt nur gegen Spritzwasser.

Was ist besser – IP68 oder IP69?

IP68 schützt bei dauerhaftem Untertauchen, IP69 zusätzlich gegen Hochdruck. Für Unterwasserleuchten ist IP68 ausreichend, für industrielle Bedingungen kann IP69 sinnvoll sein.

Welche IP-Schutzart für Außenbeleuchtung?

Mindestens IP44 für geschützte Bereiche wie Vordächer. Für direkte Witterungseinflüsse besser IP65 oder höher. Bei zeitweiligem oder dauerhaftem Untertauchen IP67 oder IP68.

Welche IP-Schutzart für Keller oder Garage?

In trockenen Bereichen reicht IP20. Bei Feuchtigkeit oder Staub (z. B. Waschraum, Werkstatt, Garage) sind IP44 oder IP54 empfehlenswert.

Ist IP54 regenfest?

Ja, IP54 bietet Schutz gegen Spritzwasser. IP55 schützt gegen Strahlwasser.

Ist IP44 wasserdicht?

Nein, IP44 ist nur spritzwassergeschützt, aber nicht wasserdicht.

Welche IP-Schutzart brauche ich im Badezimmer?

Je nach Schutzbereich sind IP44, IP65 oder höhere Schutzarten erforderlich.

Welche IP-Schutzart brauche ich für Außenleuchten?

Mindestens IP44, je nach Standort auch IP65 oder höher, z. B. IP67/IP68 für Bereiche mit zeitweiligem oder dauerhaftem Wasser.

Welche IP-Schutzart ist für Keller oder Garage sinnvoll?

IP44 oder IP54, da hier Staub und Feuchtigkeit auftreten können.

Welche IP-Schutzart ist in der Küche notwendig?

Mindestens IP44, insbesondere in der Nähe von Spüle oder Herd.

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