Praktische Tipps beim Einsatz von LED Beleuchtung

Wo kann man Retrofit-Lampen einsetzen?
Worauf ist beim Einsatz von LED-Lampen zu achten?
Welche Lampen sind für den Ausseneinsatz geeignet und was ist zu beachten?
Welche Lampen sind für Treppenhausautomaten geeignet und worauf ist dabei zu achten?
Hinweise zum Dimmer- und Trafobetrieb
Einsatz von LED-Lampen, wenn z.B. die Deckenleuchte nur ein Leuchtmittel mit max.60W zulässt, aber eine Ersatzbirne für 100W eingesetzt werden soll
Was ist beim Einsatz von LED-Tubes zu beachten?
Worauf ist beim Einsatz von Dulux-LED-Lampen zu achten?
Glimmen oder Aufblinken von ausgeschalteten LED-Leuchtmitteln
Betriebstemperatur von LED-Lampen
Lebensdauerangaben

Wo kann man Retrofit-Lampen einsetzen

Retrofit-Lampen sind ein energieeffizienter Ersatz für klassische Glüh-, Halogen- oder Leuchtstofflampen und helfen Ressourcen der Umwelt zu schonen. Sie sind in der Lichtwirkung sogar besser als die herkömmlichen Leuchtmittel, da die Lichtfarbe und Lichtstärke nach individuellen Bedürfnissen ausgesucht werden kann und die Möglichkeit besteht, diese mittels Smart Home zu steuern. Retrofitlampen gibt es für alle Lampensockel z.B. E27 LED, E14 Kerzenlampe, GU10 LED Spot.

Mit LED-Lampen kann man fast alle erdenklichen Lichtszenen schaffen, Stimmungen erzeugen und Objekte ins „rechte Licht rücken“. Die Farbwiedergabe ist bei LED-Leuchtmitteln bei 80-100 % und ermöglicht eine fast originaltreue Wiedergabe der tatsächlichen Farbe. Der Unterschied der Farbe bei Ausleuchtung mittels LEDs im Vergleich zur Wahrnehmung der Farbe bei Tageslicht ist mit dem Auge (fast) nicht erkennbar.

LED - Lampen sind Retrofitprodukte und können im Normalfall überall eingesetzt werden, wo herkömmliche Lampen verwendet wurden. Die vorhandenen Lampen brauchen in der Regel nicht ersetzt zu werden.
Es sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten. zum Anfang
LED Innenleuchte E27 Tischleuchte

Worauf ist beim Einsatz von LED-Lampen zu achten?

Im Gegensatz zu traditioneller Beleuchtung gibt das LED-Licht im Vergleich zu Glühlampen und Halogenlampen deutlich weniger Wärme ab. Allerdings sind zum Betrieb der LED-Leuchtmittel im Lampengehäuse (meist in den Sockeln) elektronische Treiber verbaut. Die Bauteile dieser integrierten Treiber erzeugen im Betrieb Wärme und reagieren recht empfindlich auf erhöhte Temperaturen. Daher ist es für die Lebensdauer der LED-Lampe wichtig, auf eine geeignete Wärmeabfuhr zu achten. Insbesondere ist die Wärme Entwicklung bei sehr engen und geschlossenen Leuchten hoch. Als typisches Beispiel hierfür können Reflektor - Einbauleuchten für Halogenspots genannt werden. In offenen Leuchten für Lampen mit klassischer Bauform treten in der Regel weniger Probleme auf. Bei thermischer Überlastung der Lampen kann es zu einer Überhitzung mit vorzeitigem Verschleiß und Ausfall von einzelnen Bauteilen kommen.
Je heißer eine LED-Lampe betrieben wird, desto höher ist die erwartbare Rate von frühzeitigen Ausfällen und desto kürzer ist die zu erwartende LED-Lebensdauer. Daher sollte man sich vor dem Kauf von Beleuchtungsmitteln über die Verwendung in einer geeigneten Lampe Gedanken machen und diese ggf. austauschen, damit man lange Freude an der LED-Lampe hat und tatsächlich langfristig Energie einsparen kann. Es gibt mittlerweile auch viele tolle moderne Lampen, die perfekt für die modernen LED-Leuchtmittel sind und insbesondere die Luftzirkulation im Bereich des Leuchtmittels berücksichtigen. zum Anfang

Welche Lampen sind für den Ausseneinsatz geeignet und was ist zu beachten?

Außenleuchten LED Garten IP44 IP65 LED - Leuchtmittel besitzen im Allgemeinen die Schutzart IP20. Dies ist ausreichend für Innenräume und bietet keinen ausreichenden Schutz gegen Feuchtigkeit (Regen, Betauung).

Sie sind im Außenbereich nur in dafür vorgesehenen und freigegebenen Lampen einsetzbar. Lampen mit höherem IP-Wert sind speziell gegen Feuchtigkeit und Regen geschützt. Es gibt unterschiedliche Schutzarten je nach Standort, in der die Lampe im Freien genutzt werden soll. zum Anfang

Welche Lampen sind für Treppenhausautomaten geeignet und worauf ist dabei zu achten?

Es sind verschiedenste Treppenhaus Automaten im Markt bekannt, welche Nach - Tastbarkeit und Abschaltvorwarnung auf unterschiedliche Art erzeugen.
Es gibt Automaten mit einer Vorwarnungsfunktion, die das Licht langsam herunter dimmen. Hier müssen dimmbare Lampen verwendet werden.
Falls die Vorwarnfunktion durch kurze Ausschaltvorgänge (blinken) erzeugt wird, sind auch nicht-dimmbare Lampen verwendbar.
Durch die Abschaltvorwarnung entstehen bei den Lampen eine hohe Anzahl an Schaltzyklen. Deshalb ist darauf zu achten Leuchtmittel mit hohen Schaltzyklen einzusetzen. Die Anzahl der Schaltzyklen je LED – Leuchtmittel ist unterschiedlich.
Durch Mischbetrieb mit induktiven Lasten können Spannungsspitzen bei jedem Schaltvorgang entstehen und dadurch die LED-Lampe geschädigt werden.
Aufgrund der Vielzahl unterschiedlichster Treppenhausautomaten im Markt, sollte mit einem Lampen - Muster geprüft werden, ob alle Funktionen gewährleistet werden. zum Anfang

Hinweise zum Dimmer- und Trafobetrieb

In Anwendungen mit Dimmern, bei 12V LED Lampen (Niedervoltlampen) und LED Röhren muss die für die jeweiligen Lampen bereitgestellte Kompatibilitätsliste (zu getesteten und freigegebenen Dimmern und Vorschaltgeräten) beachtet werden. Ein Hinweis auf die Kompatibilitäts -Liste, meist auch der Link dazu, ist grundsätzlich bei der Produktbeschreibung im LED-Centrum Shop zu finden. zum Anfang

Einsatz von LED-Lampen, wenn z.B. die Deckenleuchte nur ein Leuchtmittel mit max.60W zulässt, aber eine Ersatzbirne für 100W eingesetzt werden soll

Die auf Leuchten angegebenen max. zulässigen Lampen - Wattagen beziehen sich meist auf Glühlampen und sind für LED - Lampen nicht entscheidend. Diese Angaben können bei Anwendungsproblemen durch Wechsel auf LED-Lampen als Orientierung dienen.

Je nach Ausgestaltung der Leuchte kann eine Bestückung auch mit einer höheren Lampenwattage erfolgreich sein; dabei ist immer auf ausreichende Luftzirkulation zu achten. Je höher die Wattage, desto höher ist die Wärme Entwicklung beim LED – Leuchtmittel. zum Anfang
Bürobeleuchtung

Was ist beim Einsatz von LED-Tubes zu beachten?

Für die LED Röhren, die die klassische Leuchtstoffröhre ersetzten soll, gibt es eigene Installations- und Kompatibilitätslisten, welche unbedingt beachtet werden müssen. Ein Verweis auf die Kompatibilitätslisten ist meist beim jeweiligen Produkt des LED-Centrums zu finden. Je Hersteller gibt es unterschiedliche Listen.

In unseren Shop LED-Centrum gibt es dazu nützliche Tipps unter Tipps beim Tausch von Röhren
zum Anfang

Worauf ist beim Einsatz von Dulux-LED-Lampen zu achten?

Auch für LED-Ersatztypen für Kompakt - Leuchtstofflampen sind die veröffentlichten Kompatibilitätslisten zu beachten. Insbesondere gibt es teils verschiedene Verdrahtungsarten für einen Betrieb an direkter Netzspannung oder EVG-Betrieb.

Beispiel:
https://www.ledvance.de/services-und-tools/services/led-lampen-kompatibilitaet/evg-kompatibilitaet/index.jsp
(Kompatibilitätslisten Speziallampen) zum Anfang

Glimmen oder Aufblinken von ausgeschalteten LED-Leuchtmitteln

Ungünstig verlegte, meist parallele Leitungen in der Lampe, können kapazitive Einkopplungen in eigentlich stromlose Leitungen verursachen, was ein Glimmen oder Aufblinken von LED-Lampen zur Folge haben kann.
Bei Verwendung von Glüh- oder Halogenlampen spielte dies keine Rolle. Werden jedoch die alten Lampen durch LED-Lampen ersetzt, so können selbst kleine Restströme in Aus - Stellung des Schalters den Eingangskreis der LED-Lampe so lange laden bis die Schwellspannung am Eingangskondensator erreicht ist. Die Entladung des Kondensators kann zu einem unkontrollierten und für den Kunden unerwünschtem Flackern, Aufblinken oder Glimmen der LED-Lampe führen. Das liegt daran, dass LED Leuchtmittel deutlich weniger Energie benötigen, um zu leuchten bzw. zu glimmen.
Beispiele von weiteren Komponenten, welche derartige Störungen verursachen können: Netzlösch - Kondensatoren, elektronische Schaltglieder, Glimmlampen im Lichtschalter, Sensoren etc.
Auch bei Leistungs - Dimmern mit Lastüberwachung (wie von einigen KNX-Gebäudeautomatisationen bekannt) können durch Überwachungsströme ein ähnlicher Flacker- oder Glimmeffekt verursacht werden.
Bei Lampentypen, welche dieses Glimmen oder Aufblinken zeigen, kann dieses Phänomen durch ein parallel geschaltetes RC-Löschglied behoben werden. zum Anfang

Betriebstemperatur von LED-Lampen

Die maximal zulässigen Betriebstemperaturen (Tc max. -Temperatur) der Lampen sind im Technischen Datenblatt angegeben. Dort sind auch Tc-Messpunkte hinterlegt oder werden auf Rückfrage mitgeteilt.
Zur Überprüfung der im Anwendungsfall auftretenden Temperaturen wird ein geeignetes Temperaturmessgerät mit einem auf die Lampe aufgeklebten Thermoelement empfohlen. Infrarotthermometer sind für eine Messung nicht geeignet und führen zu ungenauen Ergebnissen.
Für LED-Lampen gibt es zudem eine maximal zulässige Umgebungstemperatur, welche in keinem Fall überschritten werden darf. Meist beträgt diese Temperatur 40°C – vergleiche  Angabe auf der Lampenverpackung und im Datenblatt.
Eine zu hohe Betriebstemperatur kann sowohl die LEDs als auch die integrierte Elektronik schädigen und zu Frühausfällen, Farbveränderungen usw. führen.
Ideal ist eine Lampe, welche eine gute Luftzirkulation ohne Wärmestau ermöglicht. In nach oben geschossenen Leuchten bildet sich oft ein Temperaturstau, der den optimalen Betrieb und die Lebensdauer des Leuchtmittels beeinträchtigen kann. zum Anfang

Lebensdauerangaben

Auf der Verpackung sind sog. L70B50-Lebensdauerwerte angegeben. Diese sind statistisch in Brennversuchen unter Normbedingungen ermittelt worden. Dabei handelt es sich um Mittelwerte, d.h. es sind Abweichungen von Einzellampen möglich und erlaubt. Entsprechendes gilt für die Angaben zur Schaltfestigkeit.
Die Lebensdauer wird bei einer Umgebungstemperatur von 25°C ermittelt bzw. festgelegt. Höhere Umgebungstemperaturen führen zu einer Reduzierung der Lampenlebensdauer. zum Anfang

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