Schaltgeräte & Lastschalter
Unsere Experten stehen Ihnen Montag - Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung.
Telefon: 07245 / 803439
E-Mail: info@led-centrum.de
Schaltgeräte & Lastschalter für den professionellen Verteilerbau
Schaltgeräte sind zentrale Betriebsmittel jeder elektrischen Verteilung. Sie werden eingesetzt, um Stromkreise betriebsmäßig zu schalten, Anlagenteile freizuschalten, Einspeisungen umzuschalten oder definierte Abschaltfunktionen zu realisieren. Je nach Bauart reicht das Spektrum vom kompakten Installationsschalter bis zum Leistungsschalter für hohe Bemessungsströme. Für die Auswahl ist deshalb entscheidend, welche elektrische und funktionale Aufgabe das Gerät im Verteiler übernimmt.
Für Elektrofachkräfte sind neben Bemessungsspannung und Bemessungsstrom insbesondere das Ausschaltvermögen, die Gebrauchskategorie, die Polzahl, die Kurzschlussfestigkeit und die vorgesehene Montage relevant. Bei Motoren, Transformatoren, Kondensatoren oder anderen Lasten mit erhöhten Einschaltströmen muss die Schaltaufgabe gesondert bewertet werden. Auch Hilfs- und Signalkontakte, Auslöser, Motorantriebe und Verriegelungen können Bestandteil des Schaltkonzepts sein.
Leistungsschalter für Haupt- und Abgangsstromkreise
Leistungsschalter werden vor allem in Haupt- und Abgangsverteilungen eingesetzt, wenn hohe Ströme geschaltet und gleichzeitig Schutzfunktionen gegen Überlast und Kurzschluss umgesetzt werden sollen. Je nach Baugröße und Ausführung stehen thermomagnetische oder elektronische Auslöseeinheiten zur Verfügung. Bei der Dimensionierung müssen der Betriebsstrom, die Leitungsdaten und der am Einbauort zu erwartende Kurzschlussstrom zusammenpassen.
Hauptschalter, Trennschalter und Lastschalter unterscheiden
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Funktionen. Ein Hauptschalter dient der zentralen Abschaltung einer Anlage oder eines Anlagenteils. Ein Trennschalter ist für die elektrische Trennung ausgelegt, während ein Lastschalter für das betriebsmäßige Schalten definierter Lasten vorgesehen ist. Bei der Produktauswahl sollte daher nicht nur nach dem Nennstrom, sondern nach der tatsächlich geforderten Schalt- und Trennfunktion ausgewählt werden.
Lastumschalter für zwei Einspeisungen
Lastumschalter und Transferschalter werden verwendet, wenn Verbraucher kontrolliert zwischen zwei Einspeisungen umgeschaltet werden sollen. Typische Anwendungen sind Normal- und Ersatzstromversorgung oder definierte Umschaltungen innerhalb von Niederspannungsverteilungen. Entscheidend sind Umschaltart, Polzahl, Verriegelung, Netzsystem und die Bemessungsdaten der angeschlossenen Last.
Auslöser und Schaltgeräte-Zubehör
Auslöser, Hilfskontakte, Signalkontakte, Motorantriebe und Verriegelungskomponenten erweitern die Funktion geeigneter Schaltgeräte. Unterspannungsauslöser können beispielsweise eine Abschaltung bei Wegfall der Steuerspannung bewirken, während Arbeitsstromauslöser eine gezielte elektrische Auslösung ermöglichen. Bei Zubehör ist die Kompatibilität zur jeweiligen Gerätefamilie zwingend zu prüfen.
Sicherheits- und Wartungsschalter direkt an der Anlage
Sicherheits- und Wartungsschalter schaffen eine klar erkennbare lokale Abschaltmöglichkeit für Maschinen, Motoren und Anlagenteile. Bei der Auswahl sind neben Strom und Spannung auch Schutzart, Schaltstellung, Verriegelbarkeit und die Umgebungsbedingungen am Montageort relevant. Für Maschinen ist die lokale Trennstelle in das gesamte Sicherheits- und Abschaltkonzept einzubeziehen.
Bemessungsdaten für die fachgerechte Auswahl
Zu den wichtigsten Auswahlparametern gehören Bemessungsstrom, Bemessungsspannung, Frequenz, Polzahl, Kurzschlussfestigkeit und Schaltvermögen. Hinzu kommen Lastart, Gebrauchskategorie, Montageart und gegebenenfalls die erforderlichen Hilfs- oder Auslösefunktionen. Bei Motor- und Transformatorlasten sind insbesondere Einschaltvorgänge und die daraus resultierende elektrische Beanspruchung zu berücksichtigen.
Selektivität und Koordination im Verteiler
In gestaffelten Verteilungen soll bei einem Fehler möglichst nur das dem Fehlerort zugeordnete Schutzgerät abschalten. Die Abstimmung von Schutz- und Schaltgeräten erfolgt anhand der Kennlinien, Einstellwerte und Kurzschlussdaten der eingesetzten Betriebsmittel. Eine pauschale Betrachtung allein anhand des Nennstroms reicht für eine belastbare Selektivitätsbetrachtung nicht aus.
Montage, Anschluss und Betrieb
Je nach Bauform erfolgt die Montage auf Hutschiene, Montageplatte oder innerhalb eines Schaltschrank- beziehungsweise Verteilersystems. Beim Anschluss sind die zulässigen Leiterquerschnitte, Anschlussklemmen, Anzugsdrehmomente und Einbaubedingungen des konkreten Geräts einzuhalten. Ebenso sind die vom Hersteller vorgegebenen Mindestabstände und die zulässige Umgebungstemperatur zu beachten.